Abfallmengenprognose 2030 für die Steiermark
Prognose des steirischen Abfallaufkommens aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen
Regionalspezifisches Modell auf Basis von sozioökonomischen Indikatoren
Die Entwicklung der abfallmengenrelevanten Faktoren kann wie folgt zusammengefasst werden:
- der künftige Bevölkerungszuwachs ist gegenüber den letzten 20 Jahren leicht abgeschwächt
- der bevorstehende Rückgang der mittleren Haushaltsgrößen ist gegenüber den letzten Jahrzehnten abgeschwächt, womit der Trend in Richtung Single-Haushalte nicht mehr so stark ist
- das Wachstum des Bruttoregionalprodukts ist zwar deutlich geringer als in den Jahren vor 2009, jedoch mit einer mittleren Wachstumsrate von ca. 1 % pro Jahr im Mittel der Jahre ab 2009.
Für das wahrscheinlichste Szenario „Trend" mit einem realen Wirtschaftswachstum von 1,0 % zeigt sich
ein zu erwartender Zuwachs der Abfallmengen von ca. 1,2 % pro Jahr. Das kommunale Abfallaufkommen
wird bei Eintreten dieses Trendszenarios somit bei 686.000 t pro Jahr im Jahr 2030 liegen. Das obere, aus
wirtschaftlicher Sicht optimistische Szenario würde mit einem kommunalen Abfallaufkommen von
750.000 t pro Jahr bis 2030 einhergehen. Das untere Szenario würde zu einem Abfallaufkommen von
627.000 t und damit nahezu konstanten Mengen gegenüber 2016 führen.

Um die zukünftige Mengenentwicklung nach Abfallarten abschätzen zu können, wurden auf der Mengenprognose aufbauend Mengenverschiebungen zwischen den Abfallarten bzw. Aufkommensänderungen zwischen kommunalen und sonstigen Erfassungswegen abgeschätzt. Die angenommenen abfallspezifischen Effekte einzelner Maßnahmen (z.B. Einführung der Bepfandung von Einweggetränkeverpackungen) oder Einflüsse (z.B. Konsumverhalten) basierend auf Daten zur Restmüll-, Sperrmüll- und Altstoffzusammensetzung wurden berücksichtigt.

