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Sammlung von Abfallgemischen aus nicht gefährlichen Abfällen

Grundlagen und praktische Erfordernisse!

Die Sammlung von Abfallgemischen in Betrieben

Gewerbeabfallgemisch © A14 / DI Gungl
Gewerbeabfallgemisch
© A14 / DI Gungl

Ein Betrieb kann in einem Abfallgemisch (außerhalb der Andienungspflicht an die kommunale Abfallsammlung und ohne Berücksichtigung der Vorgaben zur stofflichen Verwertung) nur Abfälle erfassen, die ausschließlich seiner betriebsspezifischen Tätigkeit (Produktion oder Dienstleistung) zuzuordnen sind und keine Anteile an Siedlungsabfällen bzw. Verpackungsabfällen bzw. sonstigen getrennt zu verwertenden Abfällen beinhalten. 

Damit hat ein Betrieb für alle Abfälle, die in einer bestimmten Menge und Qualität anfallen, vorrangig eine Verpflichtung zur getrennten Sammlung als „Monofraktion" (Erreichung hoher stofflicher Verwertungsquoten und guter Sekundärrohstoffqualitäten). In der Entscheidung, ob bestimmte Abfälle als „Monofraktion" gesammelt werden, ist auch auf die Wirtschaftlichkeit und die logistische Machbarkeit Rücksicht zu nehmen.

In der Darstellung im betrieblichen Abfallwirtschaftskonzept sind Abfallgemische der SN-Gruppe 912 Gewerbeabfall (mit den Anmerkungen: ...besteht aus 57128 Polyolefinabfälle, 57110 Polyurethan...) zuzuordnen; d.h. zu einem Abfallgemisch sind immer auch die Abfallarten anzugeben, aus denen dieses hauptsächlich besteht.

Der Betrieb hat die Herkunft und die Zusammensetzung von Abfallgemischen aus seiner betriebsspezifischen Tätigkeit geeignet nachzuweisen. Als geeignetes Hilfsmittel gilt die Darstellung seiner Abfallströme und ihrer Herkunft (Produktionsbereich(e), Anfallsort(e), usw.) mittels Stoffflussanalyse , sowie eine Beurteilung der Zusammensetzung nach Heizwert und verwertbaren Anteilen auf Basis einer Sortieranalyse.

Der betriebliche Abfallcheck!

zum Abfallcheck 2012 © A14
zum Abfallcheck 2012
© A14

Als Unterstützung wurde seitens der Externe Verknüpfung Abteilung 14 in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Steiermark das EDV-Tool "Der betriebliche Abfallcheck" erarbeitet. 

Dieses Tool orientiert sich an den Erfordernissen in der Praxis und dient als Hilfsmittel zur Darstellung und Analyse der betrieblichen Abfallströme.

Mehr Informationen zum Download, zur Installation und Anwendung des Tools finden Sie im Beitrag: "Der betriebliche Abfallcheck 2012 - Grundlagen und praktische Erfordernisse"

Für den Inhalt verantwortlich: Dipl.-Ing. Erich Gungl, Tel.Nr. +43 (0)316 / 877-4328.

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