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Restmüllanalysen in der Steiermark 2018/2019

Im Auftrag des Landes Steiermark wurden im letzten Halbjahr 2018/19 wiederum Restmüllanalysen zur Ermittlung der Zusammensetzung des kommunalen Restabfalls nach bundesweit einheitlichen Vorgaben durchgeführt. 286 Proben mit einer Masse von insgesamt 4.660 kg wurden dazu in den Zeiträumen 20. bis 29. November 2018 und 14. bis 23. Mai 2019 gesammelt und analysiert. Die Sortierung erfolgte in 21 Fraktionen.

Die Ergebnisse zeigen, dass im städtischen Bereich nicht nur mehr Restmüll anfällt, sondern vor allem auch die Trennmoral schlechter ist als am Land. Alleine Biomüll (inkl. vermeidbare Lebensmittel) macht in Graz 38 % des Restmülls aus, in ländlichen Gebieten sind das nur 26 %. In Graz wirft jede Person pro Jahr 26 kg vermeidbare Lebensmittel in den Restmüll, am Land "nur" 9 kg pro Jahr.

Übersicht Ergebnis Restmüllanalyse 2018/19 in der Steiermark © Land Steiermark / A14
Übersicht Ergebnis Restmüllanalyse 2018/19 in der Steiermark
© Land Steiermark / A14

Die folgenden Werte geben den steirischen Durchschnitt wieder.

  • Jede/r Steirer/in produziert im Jahr 126 kg Restmüll. Nur etwa ein Drittel des Restabfalls gehört tatsächlich zum Restmüll, das sind die Fraktionen Hygieneartikel, Inertes, sonstige Abfälle und der Sortierrest.

  • Mehr als die Hälfte (53 %) eines durchschnittlichen Müllsackes entfällt auf kompostierbare Materialien, vermeidbare Lebensmittel, Papier und Kartonagen, Leichtverpackungen sowie Verpackungen aus Glas und Metall. Es wäre ein Leichtes, diese Fraktionen gut getrennt der haushaltsnahen Sammlung (braune Tonne oder Einzelkompostierung, rote, weiße, grüne, blaue und gelbe Tonnen bzw. Säcke) zuzuführen.

  • Unter allen Umständen getrennt gesammelt werden müssten auch "Problemstoffe" (d.h. gefährliche Abfälle aus dem Haushalt), Elektro- und Elektronik-Altgeräte sowie Batterien und Akkumulatoren. Auf diese Fraktionen entfallen zwar nur 1,8 % des Restmüllinhaltes, pro Jahr sind das aber immerhin über 2.000 t Elektroaltgeräte, 156 t Batterien und 623 t Problemstoffe. Deren getrennte Sammlung ist aufgrund der Schadstoffgehalte unbedingt erforderlich, sie enthalten aber auch viele wertvolle Bestandteile und könnten bei einer getrennten Erfassung zu etwa 75 % recycelt werden. 

  • Der Anteil an potenziellen Altstoffen (Nichtverpackungen aus Metall, Glas, Kunststoffen und Holz sowie tragbare Alttextilien und Schuhe) im Restmüll beträgt bis zu 13 %. Die tatsächliche Recyclingfähigkeit hängt allerdings von der Qualität bzw. dem Reinheitsgrad ab.

Tragen auch Sie zu Ressourceneffizienz und Klimaschutz bei. Bis zu 35 Mio. kg CO2-Äquivalente könnten durch das Recycling der Fehlwürfe im steirischen Restmüll pro Jahr im Vergleich zur Primärproduktion eingespart werden.

Externe Verknüpfung Bericht Restmüllanalysen 2018/2019

Wie trennt man richtig?

Unter Externe Verknüpfung www.trennts.at finden Sie wertvolle Tipps und Informationen.

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