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Klimarelevanz der Abfallwirtschaft

Ziele Österreichs im Rahmen des EU Klima- und Energiepakets

Zur Umsetzung des auf europäischer Ebene beschlossenen "EU Klima- und Energiepakets" muss Österreich die Treibhausgas-Emissionen (THG-Emissionen) bis 2020 um 16 % gegenüber dem Basisjahr 2005 reduzieren. Im selben Zeitraum ist der Anteil an erneuerbarer Energie am Bruttoendenergieverbrauch auf 34% zu erhöhen.

Die Emissionen im Sektor Abfallwirtschaft wurden hauptsächlich von der Abfalldeponierung sowie der Abfallverbrennung (mit anschließender Energiegewinnung) bestimmt. Während bei der Deponierung aufgrund des seit 2004 bzw. 2009 geltenden Ablagerungsverbots von unbehandelten Abfällen mit hohen organischen Anteilen ein deutlich abnehmender Trend verzeichnet wurde, stiegen die Emissionen aus den anderen Verwertungs- und Behandlungswegen, v. a. aus der Abfallverbrennung, an.

Das sektorale Ziel 2015 wurde minimal (um knapp 0,03 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent) überschritten. Durch die Zunahme der Abfallverbrennung sinken jedoch die Emissionen im Sektor Energie und Industrie.

Beitrag der Steiermark zum Klimaschutz

In der Steiermark erfolgt der wesentlichste Beitrag zum Klimaschutz im Bereich Abfallwirtschaft durch die flächendeckende Umsetzung der mechanisch-biologischen Behandlung von Restmüll vor der Deponierung bereits seit dem 01.01.2004. Dadurch konnten die auf den steirischen Massenabfalldeponien deponierten Abfallmengen um ca. 70% im Vergleich zu 2003 reduziert werden. Das Gasbildungspotenzial bei der Deponierung wird durch die Vorbehandlung um ca. 90% (das sind ca. 250.000 t CO2-Äquivalente pro Jahr) gegenüber der Ablagerung von unbehandeltem Restmüll reduziert.

Der gesamte in der Steiermark im Jahr 2008 an Restmüll-Splittinganlagen und mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlagen (MBA) angelieferte Restmüll wurde zu 46 % einer thermischen Verwertung zugeführt. Wesentliche Beiträge zum Klimaschutz werden weiters durch die stoffliche und thermische Verwertung der getrennt erfassten Wertstofffraktionen geleistet. Auf Grundlage von Literaturwerten wurde grob abgeschätzt, dass durch die stoffliche Verwertung (Recycling) der in der Steiermark kommunal gesammelten Altstoffe eine zusätzliche Einsparung an klimarelevanten Emissionen von ca. 65.200 t CO2-Äquivalenten pro Jahr erreicht wird. Bei einer vollständigen getrennten Erfassung und Verwertung der derzeit noch im Restmüll enthaltenen Wertstoffe, könnte dieser Wert noch um ca. 20 % gesteigert werden.

Stand 2008: Landes-Abfallwirtschaftsplan Steiermark 2010 und darin zitierte Quellenangaben

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