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Thermische Abfallbehandlung

Schadstoffe und Schadstoffsenke der Abfallverbrennung

Schadstoffe sind Stoffe die bereits in geringer Konzentrationen entweder selbst oder mit anderen Stoffen oder durch Abbauprodukte Menschen oder die Umwelt schädigt. Dazu zählen Gesundheitsschäden, wesentliche Beeinträchtigungen des menschlichen Wohlbefindens oder Veränderungen der Umwelt, welche ihre Funktion stören. Die korrekte Anwendung des Begriffes "Schadstoff" setzt die Kausalitätskette "Stoff - betroffenes System - Schaden" voraus. So sind z.B. viele Spurenelemente in hoher Dosis schädlich, in geringer hingegen lebensnotwendig.
Im Zusammenhang mit der Müllverbrennung sind grundsätzlich 2 Schadstoffgruppen zu unterscheiden.

Brennstoffabhängige Schadstoffe
Diese Schadstoffgruppe wird mit den Abfällen in die Abfallverbrennungsanlage eingetragen.

  • Schwermetalle (Arsen, Blei, Cadmium, Chrom, Cobalt, Kupfer, Nickel, Quecksilber, Zink)
  • Chlorverbindungen
  • Fluorverbindungen
  • Schwefelverbindungen
  • hoher Gehalt an Stickverbindungen (wie z.B. in laminierten Spanplatten)
  • polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe - PAK (z.B. Benzo(a)pyren)
  • polychlorierte organische Verbindungen (PCB, PCT, Dioxine und Furane)
  • organisch hochwirksame Substanzen (z.B. Hormone, Antibiotika usw.) die in Rückständen der Abwasserbehandlung (Klärschlämmen) zunehmend ein Problem werden (zunehmende Resistenzen gegenüber Antibiotika, Rückführung über die Nahrungskette) sind in Abfällen bereits enthalten.

Die thermische Behandlung von Restmüll erfolgt in einem Temperaturbereich von 850°C bis 1200°C. Dabei werden organische Schadstoffe bei geeigneter Prozeßführung zerstört und zu CO2 und H2O umgesetzt und anorganische Schadstoffe reichern sich entsprechend ihrer Eigenschaften entweder im Rauchgas oder in den festen Verbrennungsrückständen an.

Feuerungsabhängige Schadstoffe
Durch eine nicht ordentliche Verbrennung (z.B. zu geringe oder zu hohe Verbrennungstermperatur, Sauerstoffmangel) können feuerungsabhängige Schadstoffe entstehen. Dazu zählen z.B.:

  • Kohlenmonoxid (CO)
  • Kohlenwasserstoffe (HC)
  • Stickoxide

Durch die einer Müllverbrennung nachgeschaltete mehrstufige Rauchgasreinigung werden Schadstoffe aus dem Rauchgas ausgewaschen und durch die strengen Vorgaben gem. dem Emissionsschutzgesetz für Kesselanlagen , EG-K BGBl I Nr. 150/2004 eingehalten.

Weiterführende Informationen:


DI Erich Gungl, Externe Verknüpfung A14 - Abfallwirtschaft und Nachhaltigkeit, Tel.: (0316) 877-4328
Letzte Aktualisierung am 5. November 2012
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