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Das ÖKO-BONUS Modell!

Sicherung und Optimierung der Mehrweg-Getränkeverpackungssysteme in Österreich

Die Ziele und Inhalte des "ÖKO-BONUS" Modells!

Mehrwegglasflasche © FA19D / DI Gungl
Mehrwegglasflasche
© FA19D / DI Gungl

Im Rahmen einer 2009 vom Institut für Technologie und nachhaltiges Produktmanagement der Wirtschaftsuniversität Wien und dem Österreichischen Ökologie-Institut durchgeführten Studie („Mehrweg hat Zukunft! Modelle und Modellbausteine zur Steigerung des Einsatzes von Mehrweg-Getränkeverpackungen in Österreich") wurden die Entwicklungen und Erfahrungen in anderen europäischen Ländern analysiert und dokumentiert. Aufbauend darauf und unter Berücksichtigung der österreichischen Gegebenheiten und Besonderheiten wurden in dieser Studie auch unterschiedliche mögliche Umsetzungsmodelle für Österreich entwickelt. Aufgrund der gegebenen Marktsituation und den in den letzten Jahren gewonnenen Erfahrungen hat daraus die Arbeitsgruppe "Mehrweg" das "ÖKO-BONUS Modell" auf Ebene des Lebensmitteleinzelhandels als wirksamste Maßnahme ausgewählt.

Mit dem "ÖKO-BONUS-Modell" soll der Anteil der Mehrweg-Getränkeverpackungen in einem Zeitraum von 6 bis 8 Jahren von 30% auf 50% gesteigert werden. Damit wird die derzeit bei weitem nicht gegebene Wahlfreiheit der KonsumentInnen dauerhaft
sichergestellt.

Zur Erreichung dieses Zieles werden Mehrwegquoten, die von den Letztvertreibern (z.B. Lebensmitteleinzelhandel) zu erreichen sind, gesetzlich vorgeschrieben. Werden diese Zielquoten von einzelnen Unternehmen nicht erreicht, ist eine Abgabe zu zahlen, die an Unternehmen deren Mehrweganteil über der Zielquote liegt ausbezahlt wird ("ÖKO-BONUS").

Endbericht "Externe Verknüpfung ÖKO-BONUS-Modell vom Dezember 2010"

Das "ÖKO-BONUS Modell" im Detail!

"MEHRWEG-LOGO" © Initiative mehrweg.at
"MEHRWEG-LOGO"
© Initiative mehrweg.at

Das "ÖKO-BONUS Modell"

  • ist keine Verpackungssteuer, sondern ein aufkommensneutrales Bonus-/Malussystem für Getränkeverpackungen. Aufgrund einer von jedem Unternehmen individuell zu erfüllenden, jedoch österreichweit einheitlich vorgegebenen Mehrweg-Zielquote besteht keine "Kollektivverantwortung der Wirtschaft". Die Einnahmen (Summe der Malus-Zahlungen) werden für die Ausschüttung von Bonus-Zahlungen an jene Unternehmen, die die Zielquote überschritten haben, herangezogen.

  • beinhaltet einen Stufenplan, wobei die Mehrweg-Zielquote für Unternehmen beginnend mit 30% in den nächsten Jahren schrittweise auf 50% angehoben wird. Durch den Stufenplan, sowie eine adäquate Übergangszeit können die betroffenen Unternehmen die erforderlichen Maßnahmen zeitgerecht planen und umsetzen.

  • sieht eine Informationspflicht für Mehrweg-Getränkeverpackungen durch die Letztvertreiber vor. Mehrweg-Getränkeverpackungen sind oftmals für den Konsumenten nur schwer als solche erkennbar. Nach dem "ÖKO-BONUS Modell" muss jede Mehrweg-Getränkeverpackung entsprechend gekennzeichnet sein oder es hat zumindest am Verkaufsregal eine Kennzeichnung zu erfolgen.

Für den Inhalt verantwortlich: Dipl.-Ing. Erich Gungl, Tel.Nr. +43 (0)316 / 877-4328.

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