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Leitfaden für Bau-, Abbruch-, Erdbauunternehmen

Schritt 2: Schad- und Störstofferkundung nach ÖNORM B 3151

Vorerkundung des Abbruchobjekts durch eine dafür befähigte Person!

Diese durch die Recycling-Baustoffverordnung notwendige und geregelte Vorerkundung des Abbruchobjekts muss von einer dafür befähigten Person durchgeführt werden, unterschieden werden:

  • umfassende Schad- und Störstofferkundung bei mehr als 3.500 m³ umbautem Raum:

Eine umfassende Schad- und Störstofferkundung ist gemäß einschlägigen Rechtsvorschriften sowie ONR 192130 durch eine Externe Verknüpfung befugte Fachperson oder Fachanstalt durchzuführen. Im Zuge dieser umfassenden Erkundung ist auch das Vorhandensein von Störstoffen gemäß ÖNORM B 3151 zu prüfen und zu bewerten.

  • orientierende Schad- und Störstofferkundung bei weniger als 3.500 m³ umbautem Raum aber  >750 t:

Die Externe Verknüpfung orientierende Schad- und Störstofferkundung ist für die Schadstoff und Störstoffe durchzuführen, die in der ÖNORM B 3151 explizit angeführt sind. Diese orientierende Schad- und Störstofferkundung ist durch eine Externe Verknüpfung rückbaukundige Person im Auftrag des Bauwerbers vor dem Rückbau durchzuführen. Folgende Punkte sind dabei zu berücksichtigen: 

  1. In der Recherchephase sind Unterlagen und/oder Informationen zum Bauwerk, dessen Standort und dessen bisheriger Nutzung zu erheben.
  2. Eine Begehung des Bauwerkes ist durchzuführen.
  3. Bei Verdacht auf Schad- oder Störstoffe, die einer Verwertung der mineralischen Baurestmassen entgegenstehen, sind Untersuchungen zweckmäßig (zB analytische Untersuchungen).
  4. Die Ergebnisse der Recherche und Begehung sind in einem Formular zu dokumentieren.

Jedenfalls sind in diesem Schritt auch jene Bauteile zu dokumentieren, die einer Vorbereitung zur Wiederverwendung zugeführt werden können.

Alle erstellten Unterlagen sowie die Ergebnisse und Dokumentation der Schad- und Störstofferkundung sind als Vorbereitung für den Rückbau zu erstellen, sowie durch den Bauwerber sieben Jahre aufzubewahren.

Alle Anforderungen hinsichtilich Untersuchung sind, wenn erforderlich, auch von Privaten durchzuführen!
Fallen bei einem Abbruch weniger als 750 t Baurestmassen an, konnen diese auf derselben Baustelle bautechnisch verwendet werden. Dazu wird auch keine umweltchemische Analyse benotigt. Es muss aber sichergestellt werden, dass diese mineralischen Baurestmassen frei von Schad- und Störstoffen sind. Am besten wird das durch eine freiwillige Schad- und Storstofferkundung und Durchfuhrung des Abbruchs als geordneten Ruckbau (siehe Regelablauf) sichergestellt! Eine Qualitatsicherung über eine chemische Analyse verhindert eine etwaige Forderung hinzichtlich ALSAG Beitrage. Weiters muss der Einbau auch den bautechnischen Ansprüchen (z.B. ONORM B 3140) entsprechen.

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