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Leitfaden für den Bauwerber / Bauherrn

Schritt 6: Abbruch / Abtrag / Aushub durchführen

Sortenreine Trennung ist durch geordneten Rückbau möglich!

Die Baumaßnahme ist gemäß Bescheid mit Auflagen der Baubehörde durchzuführen. Insbesondere ist auf Bauteile wertzulegen, die einer Vorbereitung zur Wiederverwendung zugeführt werden können. Schadstoffe müssen mit besonderer Vorsicht entnommen werden. Erst nach der Entfernung dieser sowie der Störstoffe wird der Freigabezustand erreicht. Erst danach darf ein maschineller Rückbau erfolgen.

Umgang mit Baustellenabfällen:
Der Bauherr und der Bauunternehmer sind für die Trennung der Abfälle verantwortlich. Bei einem geordneten Rückbau ist eine möglichst sortenreine Zerlegung in die einzelnen Fraktionen zu erreichen. Für alle Fraktionen gilt die gemäß Externe Verknüpfung § 6 Recycling-Baustoffverordnung vorhergesehene Trennpflicht. Insbesondere gilt das für die Trennung zwischen gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen sowie Baustellenabfällen von anderen Abfällen. Gemäß Verordnung sind dies folgende Stoffgruppen:

Die effektive Abfalltrennung hilft dem Unternehmen, Kosten zu sparen. Auf der Baustelle ist dazu für ausreichende und geeignete Sammelbehälter (Mulde/Container/Sackgestelle etc.) für die anfallenden Abfälle auf der Baustelle zu sorgen. Die Wahl der Sammelbehälter ist in Abstimmung mit dem Externe Verknüpfung befugten Entsorgungsunternehmen vorzunehmen. Um eine optimale Trennung der Abfälle zu erreichen, müssen die einzelnen Behältnisse beschriftet und das Baustellenpersonal in der ordnungsgemäßen Zuordnung der Abfälle unterwiesen werden. Der Unternehmer und der Bauherr sind für die Trennung verantwortlich.  

Bauen für die nächste Generation:
Oberstes Ziel der 5-stufigen Abfallhierarchie der Externe Verknüpfung Abfallrahmenrichtlinie ist die Vermeidung von Abfällen. Im diesem Sinne und aus ökonomischen wie auch ökologischen Gründen, soll bereits beim Errichten eines neuen Objekts darauf geachtet werden, ressourcenschonend und effizient zu bauen. Infos dazu unter Externe Verknüpfung Nachhaltiges Bauen.

Bodenaushub:
Nicht zu den Baurestmassen zählt der Bodenaushub. Dieser ist entnommener Mutterboden der weder durch bodenfremde mineralische Materialien (max. 5 Vol%) noch durch sonstige Abfälle verunreinigt ist. Es gilt dabei folgendes zu beachten:

  • Der Wiedereinbau auf der gleichen Baustelle für bautechnische Zwecke gilt abfallrechtlich nicht als Abfall und kann somit erfolgen.
  • Wird das Bodenaushubmaterial außerhalb der Baustelle verwendet ist die Mengenschwelle von 2.000 t zu beachten. Abhängig davon sind die Verpflichtungen für Aufzeichnung und Qualitätssicherung.

Weitere Informationen zu Bodenaushub (Schritt 7 - Bauunternehmer)

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