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Leitfaden für Bau-, Abbruch-, Erdbauunternehmen

Schritt 8: Zulässige Geländeverfüllungen und bautechnische Schüttungen vornehmen

Ein Projekt mit Genehmigung ist vor jeder Baumaßnahme erforderlich!

  1. Nicht verunreinigtes Bodenaushubmaterial kann im Zuge von Rekultivierungs- oder Untergrundverfüllungsmaßnahmen verwertet werden.
  2. Nicht verunreinigtes technisches Schüttmaterial (SN 31411 34 oder SN 31411 35) kann - auch ohne weitere Behandlung - als Baustoff im Zuge einer Baumaßnahme für bautechnische Zwecke wieder eingesetzt werden.

In jedem Fall sind bei Verfüllungsmaßnahmen bzw. Rekultivierungsmaßnahmen folgende Schritte erforderlich:

  1. Projekt erstellen:
  2. Vereinbarung mit dem Grundbesitzer = Schüttauftrag. Dies ist ein formloses Schreiben mit:
    • Grundstücknummer,
    • Auftrag und Definition, wer den Auftrag erteilt und wer der Ausführende ist,
    • Material und Menge,
    • Zeitraum
  3. Bewilligung einholen (Gemeinde/Magistrat, Bezirkshauptmannschaft)
  4. Mit Verwertungsmaßnahme (z.B. Schüttung) erst nach Vorlage aller erforderlichen Bewilligungen bzw. nach Rechtskraft des Bescheides beginnen.
  5. ALSAG Verpflichtungen beachten - siehe Schritt 9

Beispiele für zulässige Verwendungen:

  1. Bodenaushub:
    Schüttungen und Geländeauffüllungen sind im Rahmen des ALSAG betragsfrei, sofern diese in zulässiger Weise (alle erforderlichen Bewilligungen, Anzeigen ...) erfolgt und die Eignung des Bodenaushubs durch entsprechende Nachweise (Verwertung erforderlich) vorliegt.
  2. Erdaushub:
    Zulässig sind Schüttungen und Geländeauffüllungen im Rahmen einer zulässigen Baumaßnahme, das können Parkplätze oder Lagerplätze sein. Grundsätzlich müssen bestimmte Grenzwerte eingehalten werden, für so ein Projekt eine Bewilligung vorliegen und die Verwendung im unbedingt erforderlichen Ausmaß erfolgen.
  3. Baurestmassen:
    Zulässig sind Schüttungen und Geländeauffüllung im Rahmen einer zulässigen Baumaßnahme, das können Parkplätze oder Lagerplätze sein. Grundsätzlich muss für so ein Projekt eine Bewilligung vorliegen und die Verwendung im unbedingt erforderlichen Ausmaß erfolgen und die Baurestmassen müssen entsprechend ihrer Verwendung qualitätsgesichert aufbereitet sein.

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