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Umweltbewertung der Biodieselproduktion in der Steiermark im Vergleich zu mineralischem Diesel

Ausgangslage

Lebenszyklus Biodiesel 
Lebenszyklus Biodiesel

In Österreich beträgt der Anteil von Biotreibstoffen (Bioethanol und Biodiesel) am gesamten Kraftstoffverbrauch 5,75% (Stand: Oktober 2008). Dies wird durch die Beimischung von 6,7% Biodiesel zu Diesel und Beimischung von 3,7 % Bioethanol zu Ethanol (gemessen am Energiegehalt) erreicht. In der Steiermark wird derzeit an 3 Standorten Biodiesel erzeugt: Mureck (9.000 t/a), Graz/Puntigam (10.000 t/a) und Gaishorn (30.000 t/a). Dabei werden neben pflanzlichen Ölen auch Altspeiseöl und Tierfette eingesetzt werden. Der erzeugte Biodiesel wird derzeit als Ersatz von mineralischem Diesel eingesetzt, vor allem durch die Beimischung zu Diesel; nur zu geringen Mengen wird reiner Biodiesel über eigene Zapfsäulen am Markt abgesetzt. Der steirische Kraftstoffverbrauch beträgt derzeit etwa 41.200 TJ/a, womit der erzeugte Biodiesel einen Anteil von 4,4% am steirischen Kraftstoffstoffbedarf hat. 

Inhalt und Ergebnis

Die in den Medien geführten widersprüchlichen Diskussionen über die Auswirkungen des Einsatzes von Biotreibstoffen in Verbindung mit dem ambitionierten österreichischen Ziel, den Anteil der Biotreibstoffe auf 10% bis zum Jahr 2010 zu erhöhen, waren der Anlass für die Fachabteilungen 17A (Energiewirtschaft und allgemeine technische Angelegenheiten) und 19D (Abfall- und Stoffflusswirtschaft), im Frühjahr 2008 die Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH, Institut für Energieforschung, mit der Durchführung einer Umweltbewertung der Biodieselproduktion in der Steiermark zu beauftragen.

Der nunmehr vorliegende Endbericht bewertet die durch den Einsatz von Biodiesel in der Steiermark erzielten Umweltauswirkungen bezüglich Treibhausgas-Emissionen und fossilem Energieeinsatz. Auf Basis einer Lebenszyklusanalyse, die den Anbau der Rohstoffe, den Transport der Rohstoffe, die Biodiesel-Erzeugung, die Verteilung des Biodiesel, den Einsatz von Biodiesel in PKWs sowie die Nutzung der Nebenprodukte Presskuchen und Glycerin beinhaltet, wurden die Energie- und Treibhausgas-Bilanzen erstellt und mit den Bilanzen des Einsatzes von mineralischem Diesel verglichen. Der Bedarf an landwirtschaftlichen Flächen zum Anbau der Rohstoffe für einen zukünftigen Biodieselanteil von 10% des steirischen Kraftstoffbedarfs wurde abgeschätzt.

Kontakt

Ansprechpartnerin in der FA19D: Mag. Dr. Ingrid Winter
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