Öffnet Startseite Abfallwirtschaft

Einweg- und Mehrwegverpackungen am Beispiel Mineralwasser

Vergleich aus ökologischer und ökonomischer Sicht

Eine Glasflasche ersetzt 17 PET-Pfandflaschen 
Eine Glasflasche ersetzt 17 PET-Pfandflaschen

Eine Mehrwegflasche aus Glas kann bis zu 60 mal wiederbefüllt werden, eine PET- Mehrwegflasche mindestens 25 mal. Obwohl der Wasserverbrauch bei Mehrwegflaschen höher ist, sind sie generell umweltfreundlicher, da die ökologischen Lasten des Rohstoff- und Energieverbrauchs bei der Erzeugung auf mehrere Umläufe aufgeteilt sind und geringere Abfallmengen entstehen.

  • Durch den Einsatz von Glas- Mehrwegflaschen würden jährlich 75.000 Tonnen weniger Primärrohstoffe benötigt werden, als mit Glas- Einwegflaschen. Die Verwendung von PET- Mehrwegflaschen an Stelle von PET- Einwegflaschen würde 14.400 Tonnen Rohstoffe im Jahr einsparen.

  • PET- Mehrwegflaschen benötigen im Vergleich zu PET- Einwegflaschen ein Viertel der thermischen Energie, im Vergleich zu Glas- Einwegflaschen nur 16 %. Durch den Einsatz von Mehrwegflaschen könnte darüber hinaus ein Drittel der elektrischen Energie eingespart werden.

  • 73.000 Tonnen weniger Restmüll im Jahr würden anfallen, wenn die Glas- Einwegflaschen durch Glas- Mehrwegflaschen ersetzt werden würden.6.000 Tonnen weniger, wenn statt PET- Einwegflaschen nur noch PET- Mehrwegflaschen verwendet werden würden.

  • Bei einem völligen Umstieg auf Einwegverpackungen produziert eine durchschnittliche Familie im Jahr mehr als 650 Liter gepressten Müll allein durch Getränkeverpackungen.

Herr und Frau Österreicher greifen immer öfter zu Einwegverpackungen. Bei Mineral hält der Trend ungebrochen an. Der Einweganteil bei Mineralwasser, der 1994 noch 4 Prozent betrug, hat sich bis 2001 mehr als verzehnfacht, und liegt bei 43 Prozent.

Nach der Jahresbilanz der "Österreichischen Kunststoff Kreislauf AG" von 2003 wurden 15.531 PET- Flaschen sortiert.

Im Jahr 2003 war bei den PET- Flaschen eine besonders dynamische Entwicklung zu verzeichnen. Grundlage für diesen Mengenanstieg der verwendeten PET- Getränkeflaschen im Jahr 2003 ist sowohl die Freiwillige Selbstverpflichtung der österreichischen Wirtschaft zur Wiederbefüllung und Verwertung der PET- Getränkeflaschen nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten als auch der Rekordsommer 2003. Durch diesen Rekordsommer stieg insbesondere der Konsum von alkoholfreien Getränken in Österreich stark an. Wurden noch im Jahr 2002 insgesamt rund 20.000 Tonnen PET- Getränkeflaschen verwertet oder energetisch genutzt, so waren es im Jahre 2003 rund 24.750 Tonnen. Rund 15.500 Tonnen PET- Flaschen wurden in Österreich getrennt gesammelt und einer stofflichen Verwertung zugeführt. Das ist ein Plus von 4.000 Tonnen im Vergleich zum Jahr 2002. Diese getrennt erfassten PET- Getränkeflaschen wurden zum Großteil in Österreich zu Flakes oder neuen Produkten verarbeitet.

Im September 2005 wurde durch Frau Verena Reiterer - Studentin an der Universität Graz - Bereich Umweltsystemwissenschaften - im Rahmen ihrer Ferialarbeit in der Fachabteilung 19D dieser Vergleich von Einweg- und Mehrwegverpackungen am Beispiel "Mineralwasser" aus ökologischer und ökonomischer Sicht, verfasst.

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).