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"Nachhaltige Entwicklung" und Agenda 21

Nachhaltigkeit verbindet Umweltthemen mit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungs­fragen. Dabei gilt es, gleichrangig zur Sicherung der Naturressourcen als Lebensgrundlage für künftige Generationen, den Menschen eine möglichst hohe Lebensqualität zu erhalten und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht zu beeinträchtigen.

1983 gründeten die Vereinten Nationen (UN) als unabhängige Sachverständigenkommission die Welt­kommission für Umwelt und Entwicklung (WCED)[1] mit dem Auftrag, einen weltweit anzuwendenden Perspektivenbericht zu einer langfristig tragfähigen umweltschonenden Entwicklung bis zum Jahr 2000 und darüber hinaus zu erstellen. Im Abschlussbericht der nach ihrer Vorsitzenden Gro Harlem-Brundtland genannten Kommission, wurde 1987 erstmals der Begriff „sustainable development“ geprägt, der im deutschen Sprachraum mit dem aus der Forstwirtschaft schon längst bekannten Terminus der "Nachhaltigen Entwicklung" übersetzt wurde:

„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation ent­spricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen. Die Forderung, diese Entwicklung dauerhaft zu gestalten, gilt für alle Länder und Menschen“.

Die drei Dimensionen der Nachhaltigen Entwicklung 
Die drei Dimensionen der Nachhaltigen Entwicklung

Nach diesen Anforderungen besteht nachhaltige Entwicklung aus den drei Dimensionen -

  • Schutz der Umwelt (Ökologische Verträglichkeit),
  • wirtschaftliche Effizienz (Wirtschaftliche Verträglichkeit)
  • und soziale Solidarität (Soziale Verträglichkeit).

Sie bilden ein Dreieck, das die Bewahrung der Ressourcen, die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft und die soziale Ausgestaltung der Gesellschaft in einem dynamischen Gleichgewicht miteinander verbindet.

Als Konsequenz der Erkenntnisse der Brundtland Kommission wurde 1992 in der Konferenz der Vereinten Nationen (UN) über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro (14. Juni 1992) die Agenda 21 verabschiedet und die „Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung“ von mehr als 180 Nationen, u.a. auch von Österreich, unterzeichnet.

Zentrales Element der Agenda 21 ist, die Nachhaltige Entwicklung in allen Ländern dieser Erde zu verankern und umzusetzen. Dazu werden detaillierte Handlungsaufträge gegeben, um einer weiteren Verschlechterung der Situation des Menschen und der Umwelt entgegenzuwirken und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen sicherzustellen. Seit diesem Zeitpunkt gilt das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung als verbindliche politische Zielsetzung für die internationale Völkergemeinschaft.

[1] WCED (World Commission on Environment and Development):
Our Common Future (“Brundtland-Report“), 1987

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