Visionen und Strategien bis 2020
gemäß Landes-Abfallwirtschaftsplan 2010
Die neue EU-Abfallrahmenrichtlinie (
Richtlinie 2008/98/EG) legt als oberstes Ziel der Abfallpolitik fest, dass nachteilige Auswirkungen der Abfallerzeugung und -bewirtschaftung auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu minimieren sind. Darüber hinaus ist auf die Reduktion des Ressourcenverbrauchs abzuzielen und die praktische Umsetzung der Abfallhierarchie zu fördern. Die Rahmenrichtlinie soll dezidiert dazu beitragen, die Bevölkerung der EU-Mitgliedstaaten dem Ziel einer „Recycling-Gesellschaft" näher zu bringen, indem der Anfall von Abfall vermieden und Abfall als Ressource verwendet werden.
Der überwiegende Teil dieser Ziele war bereits im Landes-Abfallwirtschaftsplan 2005 enthalten. Der angepeilte Wandel von der Abfall- zur Stoffflusswirtschaft wurde insofern erreicht, da stoffflusswirtschaftliche Betrachtungen mittlerweile die Grundlage der steirischen Abfallwirtschaft bilden.
Um den in der EU-Abfallrahmenrichtlinie gesetzten Schwerpunkten gerecht zu werden, war eine strategische Neuausrichtung mit Zielanpassungen in einigen Bereichen erforderlich. Aufbauend auf die
Bilanzierung der Visionen und Strategien aus dem L-AWP 2005 erfolgte unter Berücksichtigung der bisher nicht erreichten Ziele und der zum Teil geänderten Rahmenbedingungen die Neuausrichtung für den Planungszeitraum 2010 bis 2020.
Die bisherigen 7 Visionen und 8 Strategien wurden im Landes-Abfallwirtschaftsplan 2010 in einer Vision mit drei Strategien zusammengefasst.
Zur Umsetzung dieser Vision wurden auf Basis der 3 Säulen der Nachhaltigkeit die
drei Strategien mit den jeweiligen Wirkungszielen und Umsetzungsmaßnahmen definiert.
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Strategie 1 |
Nachhaltiges Ressourcenmanagement zum Schutz der Umwelt |
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Ziel 1 |
Vermeidung schädlicher Einwirkungen auf Mensch und Umwelt |
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Ziel 2 |
Klimaschutz und Vermeidung von schädlichen Emissionen |
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Ziel 3 |
Ressourcenschonung (Boden, Deponievolumen, Rohstoffe, Wasser, Energie) |
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Ziel 4 |
Kein erhöhtes Gefährdungspotenzial durch die stoffliche Verwertung von Abfällen |
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Ziel 5 |
Keine Gefährdung bei der Abfallablagerung |
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Strategie 2 |
Nachhaltiges Ressourcenmanagement in der Gesellschaft |
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Ziel 1 |
Erhöhung des Bewusstseins für die Notwendigkeit zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung in der Bevölkerung |
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Ziel 2 |
Umsetzung von lokalen und kleinregionalen Agenda 21-Prozessen |
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Ziel 3 |
Getrennte Sammlung als Voraussetzung zur Wiederverwendung und Verwertung |
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Ziel 4 |
Umsetzen des Verursacherprinzips im gesellschaftlichen Bereich |
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Strategie 3 |
Nachhaltiges Ressourcenmanagement in der Wirtschaft |
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Ziel 1 |
Etablierung der Stoffbuchhaltung als Grundlage der Ressourcenschonung in Unternehmen |
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Ziel 2 |
Nachvollziehbare Umsetzung einer nachhaltigen Ressourcenschonung unter Berücksichtigung der sozialen Verantwortung in Unternehmen |
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Ziel 3 |
Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Verwertung bei Produktionsprozessen |






