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Der Brundtland-Report

Alle Zeichen stehen auf nachhaltige Zukunft

Gründung der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung

Brundtland-Report als Basis für nachhaltige Optionen 
Brundtland-Report als Basis für nachhaltige Optionen

Bereits 1983 gründeten die Vereinten Nationen die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (WCED = World Commission on Environment and Development) mit Sitz in Genf. Den Vorsitz erhielt die norwegische Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland, die 1998 auch Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation WHO war.

Perspektivenbericht zu langfristig tragfähiger, umweltschonender Entwicklung

Als unabhängige Sachverständigenkommission entwickelte die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung WCED einen Externe Verknüpfung Perspektivbericht zu langfristig tragfähiger, umweltschonender Entwicklung im Weltmaßstab bis zum Jahr 2000 und darüber hinaus. Die Sachverständigenkommission setzte sich aus 19 Bevollmächtigten aus 18 Staaten weltweit zusammen.

Brundtland-Report: Vision von Nachhaltiger Entwicklung

Die Kommission veröffentlichte vier Jahre später (1987) ihren als Brundtland-Report bekannt gewordenen Zukunftsbericht „Unsere gemeinsame Zukunft“ („Our Common Future“). Das Interessante am Brundtland-Report ist wohl die Tatsache, dass erstmals eine Vision von Nachhaltiger Entwicklung formuliert wurde.

Man verstand darunter eine Entwicklung,

 "die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen."

Basis einer integrativen globalen Politikstrategie
Mit dem Brundtland-Report schuf man die Basis einer integrativen globalen Politikstrategie. So wurden herkömmlich als getrennt betrachtete Problembereiche wie u.a.

  • Umweltverschmutzung in Industrieländern,
  • globale Hochrüstung,
  • Schuldenkrise,
  • Bevölkerungsentwicklung und
  • Wüstenausbreitung in der Dritten Welt

in einem Wirkungsgeflecht gesehen, das durch einzelne Maßnahmen nicht würde gelöst werden können. Das Weltwirtschaftswachstum, so sprach der Bericht, dürfe die Grenzen der Ökologie nicht sprengen.

Die deutsche Ausgabe des Brundtland-Reports kam unter dem Titel: „Unsere gemeinsame Zukunft“ in den Buchhandel. (kredo, whp)